Demeter 

Hermes


Antike Götter in Friedrichstadt?   

Versuch einer neuen Deutung zweier Sandsteinreliefs

von Hilde Kähler-Timm

(veröffentlicht im 87. Mitteilungsblatt der Gesellschaft für Friedrichstädter Stadtgeschichte, S. 6-24)

    

  Wer aufmerksam durch die Altstadt von Friedrichstadt wandert, dem werden bald die ungewöhnlichen, in Stein gehauenen Reliefbilder an vielen Giebeln oder über einigen Haustüren auffallen. Der Gebrauch dieser Hausmarken, die man in den Niederlanden "gevelstenen" nennt und die dort in reicher Zahl erhalten sind, wurde von den ersten Siedlern aus dem Herkunftsland übernommen.[1] Die kleinen Bildwerke dienten dazu ein Gebäude zu kennzeichnen und stellten darüber hinaus in vielen Fällen eine Beziehung her etwa zu Namen, Herkunft, Beruf, religiöser oder weltanschaulicher Überzeugung des Besitzers. Wie die holländische Bezeichnung besagt, befinden sie sich im Giebel des Hauses oder auch über der Haustür giebelständiger Gebäude. In zwei Veröffentlichungen der Gesellschaft für Friedrichstädter Stadtgeschichte wurde diese Besonderheit des kleinen Ortes bereits ausführlich vorgestellt und untersucht.[2]

Es fällt auf, dass in beiden Arbeiten der Fassadenschmuck an dem für das Stadtbild am sogenannten Malerwinkel wichtigen Gebäude Mittelburgwall 34 nicht erwähnt wird. Allerdings haben wir es hier auch nicht mit einer einzigen Hausmarke zu tun, sondern mit vier Reliefskulpturen, die in regelmäßigem Abstand auf einer waagerechten Achse unter den Fenstern des ersten Obergeschosses verteilt sind. Zwei Löwenmasken mit weit aufgerissenem Maul rahmen die Bildnisse eines weiblichen und eines männlichen kindlichen Kopfes. Dabei stammen die Tierdarstellungen offensichtlich von anderer Hand als die der Kinder. Sie sind mit den schwungvoll arrangierten Mähnen, den Zornesfalten über der Nase und den katzenhaft schmal zusammengezogenen Augen ausdrucksstark wiedergegeben und auch in den Details fein gearbeitet. Die Kinderreliefs dagegen scheinen in der Derbheit der Gesichtszüge mit den aufgeworfenen Nasen und den etwas schief sitzenden Mündern über den nur schematisch angedeuteten Fältelkragen schnell, vielleicht sogar in Serie nach Mustern hergestellt zu sein.

Auf der rechten Seite der Fassade schaut das Gesicht eines Mädchens unter einem starren Blätterkranz hervor. Es wird von einem Medaillon eingerahmt, das eng in das Rechteck des Sandsteinblocks gefügt ist. Links sehen wir das Pendant, einen mit einem Helm geschmückten Knabenkopf, ebenfalls von einem Medaillon eingefasst. 

 

Ungewöhnlich ist, dass sich diese Schmuckelemente an einem Haus befinden, welches sich mit seiner Traufseite der Straße zuwendet. Aus der Baugeschichte des Gebäudes wissen wir aber, dass es sich hier um ein hintereinander gestaffeltes Doppelhaus handelt, dessen Giebel vor dem Bau des Nachbargebäudes zum seitlich nach Westen gelegenen Friedhof und dem davor entlang laufenden Gang wiesen.[3]

Die Giebelfassaden waren schlicht und in ihrem oberen Teil verbrettert. An ihnen empor wurden die Waren mit Rollen auf die Böden gezogen. So blieb der Eingangs- und Repräsentationsbereich des Hauses die traufständige Straßenseite, die demzufolge die Fassadenzierde trägt. Diese besteht aus auf Sandsteinsockeln ruhenden gemauerten Korbbögen, Gurtgesimsen, lilienförmigen schmiedeeisernen Mauerankern, vor allem aber aus den oben erwähnten rechteckigen Sandsteinreliefs. Die vier Skulpturen von circa 20 cm Breite und 70 cm Höhe geben der schlichten Fassade des weißen, breit gelagerten Bauwerks Bedeutung. Doch stellt sich dem Betrachter die Frage, von welcher Art diese Bedeutung ist. Die Wächter- und Schutzfunktion der brüllenden, oft paarweise auftauchenden Löwen ist in der Ikonographie bekannt, ebenso die Verbindung dieser Tiere mit dem Wappen der Niederlande und dem der Stadt Amsterdam. Weitere Beispiele für eine Dekoration mit Löwenpaaren finden sich in Friedrichstadt ganz in der Nähe auf derselben Straßenseite Am Mittelburgwall 18, außerdem am schräg gegenüberliegenden Gebäude Am Mittelburgwall 15 und am Paludanushaus in der Prinzenstraße 28 sowie am Hause Fürstenburgwall 1. Diese Art, sein Heim zu  kennzeichnen, war also durchaus geläufig und mit der Herkunft der Stadterbauer leicht zu erklären.

Doch in welcher Beziehung standen die hier betrachteten Kinderreliefs zum Haus und seinen Bewohnern? Warum sind sie so ungewöhnlich mit Helm und Kranz geschmückt?

Auf letztere Frage geben auch die Ausführungen des Remonstrantenpastors Johannes Mensinga keine Antwort, der 1876 die Engels- und Kinderköpfe an Bauwerken in Friedrichstadt generell als symbolische Darstellungen verstorbener Kinder betrachtet. Diese hätten in den betreffenden Gebäuden gelebt und seien nun im Zustand der Sündenfreiheit und Reinheit - wichtige Begriffe des remonstrantischen Glaubens in Bezug auf kleine Kinder im Gegensatz zur Prädestinationslehre - im Bildnis festgehalten worden.[4] In den 1920er Jahren vertritt Michael v. d. L.-Rupértus in seinem Schleswig-Holstein-Buch ebenfalls die Meinung, dass die Remonstranten die Köpfe als äußeres Zeichen für ihren Glauben an den Fassaden anbrachten.[5] Harry Schmidt nimmt diese Ansicht auf und führt sie fort, indem er den Kindern eine Schutzengelfunktion gegenüber ihrer im Hause lebenden Familie zuschreibt.[6]  

Dagegen heißt es um etwa dieselbe Zeit in einem Aufsatz von Werner Rehder: „Dieser und auch anderen sinnvollen Überlegungen steht gegenüber, daß sich diese Engelsköpfe als ornamentaler Schmuck in Holland auch schon an Häusern finden, die vor Entstehung des remonstrantischen Glaubens erbaut sind. Auch daß diese Köpfe an gewerblichen Zwecken dienenden Bauten angebracht sind ( … ), spricht gegen eine konfessionelle Deutung.“[7] In einem von der Denkmalpflege 1957 herausgegebenen grundlegenden Band über die Kunstdenkmäler im damaligen Landkreis Schleswig werden die Skulpturen lediglich als ‚Kinderköpfe’ ohne weitere Erklärungsversuche erwähnt.[8]

 

Seitdem hat sich die Forschungslage kaum verändert. Noch 2001 wird von der Redaktion der „Friedrichstädter Zeitung“ der Wunsch geäußert, die Leser möchten sich an Deutungsversuchen beteiligen.[9] Hier ist zu bemerken, dass man sicherlich jeden einzelnen der Friedrichstädter Kinder- und Engelsköpfe einzeln betrachten und einer Bedeutungsebene zuordnen müsste, wie es hier für die beiden in Frage stehenden Skulpturen geschehen soll.

 Die Vermutung, dass unsere Sandsteinfiguren vielleicht früher einmal farbig gefasst waren wie zahlreiche Hausmarken in Friedrichstadt und in den Niederlanden und man durch die Bemalung eventuell eine Bedeutung erschließen könne, bestätigte sich nicht. Bei einer grundlegenden Sanierung der Fassade im September 1981 wurden keine Farbspuren gefunden.

Ähnliche Erklärungen wie bei Mensinga oder Schmidt hört man auch heute noch immer wieder von Stadtführern, wenn sie auf die Reliefs hinweisen. Der Kopfschmuck der beiden Kinder wird dann als eine Art jugendliches Verkleidungsspiel bezeichnet. Ansätze zu einer fundierteren Überlegung werden erst in der detaillierten Baubeschreibung des Hauses am Mittelburgwall 34 von Ernst-Joachim Kähler geliefert.[10] Der Verfasser weist darauf hin, dass es in der Erbauungszeit (erste Hälfte des 17. Jahrhunderts) aus den Niederlanden zusammen mit dem Baumaterial auf dem Seeweg importierte Sandsteintafeln gegeben hat, von denen wahrscheinlich einige nach Vorlagen gearbeitet wurden, die u.a. im Stil der Spätrenaissance auf antike Motive zurückgriffen.[11] Da die Attribute Helm und Kranz aus der Antike stammen, könnten sie einem Musterbuch für Steinmetze entnommen sein,[12] hätten dann aber nach Kähler rein dekorative Funktion. Ausgehend von diesem Gedanken soll hier eine neue, weiterführende Deutung der Kinderskulpturen versucht werden.

Zunächst stellt sich noch einmal die Frage: Handelt es sich bei den Dargestellten wirklich um Kinder? Sind es realistisch aufgefasste Kinderporträts? Oder sind es tatsächlich zu Engeln verklärte, verstorbene Kinder? Ein Blick in die Geschichte der Kunst mag hier hilfreich sein.

 

 

Seit der Antike werden engelhafte Wesen in Kunstwerken oft als rundliche pausbackige Kinder dargestellt, meistens nackt, teilweise mit Flügeln. Sie werden nach der italienischen Bezeichnung für ‚kleiner Knabe’ putto genannt, in der Mehrzahl putti, im Deutschen dann Putten. In den antiken Kulturen trugen sie den Namen Genien, wir finden sie häufig als Schmuck an Sarkophagen. Seit der Renaissance, besonders aber im Barock und Rokoko, treiben sie als Putten oder Amoretten ihr Spiel in Schlössern und Kirchen, schweben durch Gemälde und Bildhauerwerke, tummeln sich auf Fassaden, Wappen, Rahmen, Stichen, Grabmälern. Sie sind nicht einfach Kleinkinder, sondern Kindgestalten „einer erhöhten und verklärten Sphäre“[13], Mittler zwischen dem menschlichen und dem himmlischen Bereich.

 Die Rolle der Putten ist vielfältig. Vordergründig ist ihnen immer ein dekoratives Element eigen durch die Liebenswürdigkeit ihrer Gestalt und durch ihre Beweglichkeit im Raum. Darüber hinaus jedoch übernehmen Putten gern die verschiedensten Tätigkeiten. Eine davon ist das Weisen, wobei sie zum Beispiel mit dem Finger auf die Hauptperson eines Gemäldes zeigen oder mit Wichtigkeit etwas vorweisen, das sie in ihren Händen halten. Auf unseren engen thematischen Bereich bezogen finden wir am Haus Schmiedestrasse 12 in Friedrichstadt ein Puttenpaar aus dem 17. Jahrhundert, das eine Kartusche mit dem Wappenschild der Niederlande präsentiert. Die beiden lockenköpfigen Kind-Engel wachsen aus Pflanzenmustern empor, ihre Unterleiber haben sich in Arabesken aufgelöst. Sie vertreten hier die sonst gern in der Heraldik verwendeten Wappentiere wie Löwen, Bären, Einhörner.

Auch auf einer um 1730 entstandenen Landkarte, die Friedrichstadt und seine topografische Lage zeigt unter der Überschrift „Ichnographia Friedericopoleos“, tauchen vier geflügelte Putten auf, die ein Tuch mit diesem Schriftzug und weiteren lateinischen Erläuterungen halten, während darüber noch zwei kleinere Genossen schweben, die eindringlich das Wappen der Stadt präsentieren.[14]

 

Über diese einfache Art des Vorzeigens einer Sache hinaus gibt es jedoch eine noch bedeutendere, die von Wilhelm Messerer so beschrieben wird: „Zum Weisen gehört es auch, wenn die Putten zu Dolmetschern des Gefühls werden, das der Beschauer vor einem Ereignis (…) empfinden soll.“[15] 

Genau diese Art des interpretierenden Vorweisens finden wir bei den kindlichen Engelwesen, die sich in dem mit Blumen und Trauben geschmückten Rahmen des großen Altargemäldes von Jürgen Ovens in der lutherischen Kirche tummeln. Sie spiegeln in ihren traurigen Mienen das Geschehen der Kreuzabnahme wieder und sind somit Mittler zwischen der Bilddarstellung und den Gefühlen des Betrachters. Dabei zeigen sie in fast tänzerisch- spielerischer Haltung einige der Marterwerkzeuge Christi vor wie die Dornenkrone und die Säule, an der Jesus gegeißelt wurde, doch alles wird von dem Kreuz überragt, das der ganz oben schwebende Putto in seiner Rechten hält wie ein Siegesbanner. Zu beachten ist besonders der kleine Engel rechts unten. Er hebt das Schweißtuch der Veronika in die Höhe, das heißt, er nimmt stellvertretend die Rolle dieser Heiligen ein.

Damit kommen wir zu einer weiteren wichtigen Funktion der Putten, derjenigen des Stellvertreters der Großen. “Den Putten kommt es insbesondere im Barock und Rokoko zu, Göttern, Heiligen oder Allegorien die Attribute abzunehmen (…). Attribute und Symbolzeichen der Großen zu präsentieren, ist für Putten in aller Regel ein Spaß (…).“[16]

So schleudert ein als Jupiter fungierender Putto in der Ottobeurener Klosterkirche seinen Blitz in den Raum, während in der Klosterkirche zu Rott am Inn ein anderer sich mit einem Kardinalshut schmückt.

Ein näher liegendes Beispiel, das uns zugleich dicht an unseren Untersuchungsgegenstand heranführt, finden wir in der Zeichnung von Jürgen Ovens im Stammbuch seines Freundes, des Pastors Gosenius van Nijendael, um die Mitte des 17. Jahrhunderts.[17] Die Eintragung zeigt zwei Putten, die sich auf einer Art Segel ruhend vor einer Wolke her übers Land treiben lassen. Das Segel ist in einen geflügelten Schlangenring gespannt, ein Symbol für die Ewigkeit. Der links sitzende oder vielmehr fast schwebende geflügelte Putto mit dem Lockenkopf hält den Caduceus, den Heroldsstab des Gottes Merkur mit den zwei darum herum gewundenen Schlangen, in der erhobenen rechten Hand. Mit der Linken scheint er segnend nach unten zu weisen, wo wir eine Löwin erkennen, die friedlich an einer Schafherde vorbei zieht. Hinter ihm lehnt ein Füllhorn, aus dessen zur Erde gerichteter Öffnung sich Früchte ergießen. Etwas tiefer sitzt eine zweite Putte, die zu der ersten hoch schaut und mit dem linken Arm ein Ährenbündel umfasst. Sie ist mit einem Kranz aus spitzen, zur Stirnmitte hin strebenden Blättern geschmückt und ist durch diesen sowie durch Ähren und Füllhorn als Ceres, die Göttin der Fruchtbarkeit, gekennzeichnet, während bei ihrem den Merkur darstellenden Gefährten der geflügelte Reisehelm fehlt, den dieser jugendliche Gott auf den meisten Bildnissen trägt.

Bei Ovens findet sich eine Randfigur des Merkur als Putte mit Helm und Caduceus auch auf der Zeichnung „Die Königin Christine von Schweden zu Pferde“ und auf dem von Theodor Mathaus nach einem verschollenen Ovens-Gemälde angefertigten Stich „Herzog Christian Louis I. von Mecklenburg-Schwerin“, hier wieder nur mit dem Stab und bloßem Lockenhaar dargestellt.[18] In Ovens’ „Puttenzug“ im Landesmuseum Schleswig tragen die Putten ebenfalls Zeichen, hier die der Macht und des Ruhmes. „Aus den Attributen, die Ovens den Putten zuordnet, lässt sich der Sinn der Darstellung ableiten (…). Ovens verwendet gern Putten für die Darstellung allegorischer Gehalte; sie tragen die kennzeichnenden Attribute (…).“[19]

 

Werfen wir noch einmal einen Blick auf die Zeichnungen des Jürgen Ovens im „Album amicorum“ und in der Hamburger Kunsthalle. Der Kranz aus Blättern über dem Kindergesicht der Ceres-Putte bei der einen Darstellung und der Helm auf den Locken des Merkur bei der anderen erinnert an die Sandsteinreliefs der Kinderköpfe am Mittelburgwall 34 und an das heraushebende Element ihres Kopfschmuckes. Es ergibt sich ein ganz neuer Deutungsansatz, wenn wir die Dargestellten nicht wortwörtlich als Kinder, sondern eben als „Kinder einer höheren Sphäre“, nämlich Kind-Engel oder Putten, auffassen. Putten finden wir auch an anderen Häusern in Friedrichstadt, so an den schon erwähnten Gebäuden Schmiedestraße 12 und Paludanushaus.    

Mit dieser Betrachtungsweise würde sofort dem Kopfschmuck eine tiefere Bedeutung zukommen. Er wäre nicht mehr als beliebige Dekoration oder als ‚Kinderverkleidung’ zu sehen, sondern als Attribut, das die pausbackigen Engel uns präsentieren und mit dem sie wieder, wie oben an Beispielen aufgeführt, Größere repräsentieren würden. In unserem Fall wären es, wenn denn die symbolischen Kopfbekleidungen richtig gedeutet sind, Merkur und Ceres, die über dieses Haus, seit Anbeginn ein Kaufmannshaus, wachen und ihm Wohlstand durch Handel und fruchtbaren Ackerbau bescheren sollten. Für eine breite Allgemeinheit nicht nur der in Lateinschulen gebildeten Menschen des 17. Jahrhunderts wären sie als Paar und anhand ihrer Zierde unschwer zu erkennen gewesen. Auch Ovens und seine Künstlerkollegen konnten mit ihren Darstellungen eine weitgehende Kenntnis der antiken Götterwelt bei vielen zeitgenössischen Betrachtern voraussetzen. Uns heutigen Menschen dagegen ist dieses Wissen oft nicht mehr geläufig.

Gert Stolz schreibt dazu: „Sinnbilder und Zeichen sind Teil der (stummen) Sprache, sie vertreten jedoch nur immer (…). Das Symbol entzieht sich der exakten Definition, bleibt immer etwas Rätsel und Geheimnis, dient der Abgrenzung und Gemeinsamkeit zugleich. Aus der Unkenntnis der Symbole entsteht häufig Unsicherheit und Unbehagen, insbesondere wenn der Zugang zu dem Kultur- und Vorstellungskreis, dem sie entstammen, fehlt oder verloren gegangen ist. Dagegen fügt die Kenntnis der Symbole, Sinnbilder und Zeichen Einzeldinge zu einem überschaubaren Ganzen zusammen, vermittelt Beziehung und Einsicht.“[20] Genau hier setzt der vorliegende Erklärungsversuch an.

Betrachten wir nun einmal im Einzelnen, wer die Gottheiten sind, für welche die Symbole an unseren Reliefs stehen könnten.

 

Merkur, - bei den Griechen: Hermes -, der behelmte oder mit Reisehut versehene Gott, bewegt sich häufig durch die Lüfte und ist darum meistens mit kleinen Flügeln an Helm oder Hut und/oder an den Fersen gekennzeichnet. Er ist der Schelm unter den Göttern, von Kindheit an zu manchem Streich aufgelegt. Merkur ist ein jugendlicher Gott; hübsch, beinah immer bartlos, mit lockigem Haar wird er gern dargestellt. Er dient als Götterbote und hat als solcher die Aufgabe, den Menschen Aufträge der Gottheiten und den anderen Göttern Befehle des Jupiter (Zeus) zu übermitteln.[21] Ihm werden noch viele andere Funktionen zugeschrieben, seine wichtigste Aufgabe jedoch ist der Schutz von Handel und Wandel. Deshalb ist er der Gott der Kaufleute - lateinisch: mercatores, daher sein römischer Name -, aber zugleich auch der Beschützer der Diebe (!) und der Begleiter der Reisenden, sogar der in die Unterwelt reisenden Seelen.

In seiner Eigenschaft als Gott des Handels ist Merkur in den Handelsstädten Europas einer der beliebtesten alten Götter gewesen. Vielfach findet man Merkur-Darstellungen im Zusammenhang mit Orten wie Rathäusern, Börsen, Markthallen, Marktplätzen und -brunnen, also überall da, wo Menschen Waren oder Geld austauschen. Noch 1913 stellt Ferdinand Pont in seinem Werk „Friedrichstadt a. d. Eider“ auf Buchumschlag und Titelblatt dem Text eine Zeichnung des Handelsgottes voran, auf welcher der mit einem Hut geschmückte Merkur bis über die Hüften im Wasser steht und den Heroldsstab mit den beiden Schlangen vor zwei dahin segelnden Koggen und der in der Ferne sich erstreckenden Silhouette der Stadt in die Höhe hebt.[22]

Wenn Merkur statt des breitkrempigen Reisehutes den Reisehelm trägt, ist dieser von den Künstlern der jeweiligen Zeitmode angepasst worden. So finden wir im späten 16. und frühen 17. Jahrhundert den Gott mit dem Morion-Helm ausgerüstet, wie ihn auch die linke unserer Reliefskulpturen trägt. Bei dieser Helmform biegen sich die Ränder vorne über der Stirn zu einer Spitze hoch, hinter der die Mittelnaht der Kopfbedeckung bis zum Hinterkopf läuft.[23]

In zahlreichen Darstellungen aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges tragen Söldner den Morion-Helm. Heute ist er noch an der Schweizer Garde des Vatikans zu bewundern.  

Auffällig bei fast allen Darstellungen des Gottes Merkur ist sein lockiges Haar (s. a. die Ovens-Skizze im Album amicorum), das seine ewige Jugend und seine Schönheit betont. Auch bei unserem Relief finden wir Locken, die an beiden Seiten unter dem Helm hervor quellen; ja, bei aller Einfachheit in der Ausführung des Gesichtes hat der Steinmetz mit Genauigkeit eine kleine lockige Strähne gearbeitet, die unter dem Helm hervor in die Stirn fällt.

 

Ausgehend von der Deutung, dass es sich bei dem behelmten Kind um einen Kind-Engel mit den Merkur-Attributen von Kopfbedeckung und Locken handeln könnte, wenden wir uns nun der zweiten Skulptur zu. Deren Gesicht ist durch ein verlängertes Kinn so gestreckt worden, dass der bei dem Jungen mit Helm vorhandene Halsansatz verschwunden ist und ein grob angedeuteter, nach der Zeitmode gefältelter Kragen das Gesicht bis auf Augenhöhe eng umschließt. Dann folgt gleich der Kranz, der das Haar ganz verdeckt und dessen Hälften sich, von hinten hoch geführt, in zwei Spitzen über der Mitte der Stirn treffen.

 Dieser Kranz, der aus dreifach hintereinander gestaffelten, kurzen Teilen besteht - je sechsmal sind sie von der Schläfe bis oben zum Scheitelansatz auf beiden Seiten miteinander verbunden -, ähnelt in seiner Gleichförmigkeit einem Lorbeerkranz. Ein Vergleich mit Ovens zeigt, dass, wie oben ausgeführt, die auf der Skizze des Album amicorum durch ihre Nackensträhne, das Ährenbündel und das Füllhorn deutlich als Göttin Ceres fungierende Putte einen Lorbeerkranz mit lanzettförmigen, vereinzelten Blättern trägt. Einen ähnlichen Kranz finden wir bei einer Figur im Schleswiger „Puttenzug“[24] des J. Ovens, die hier den Ruhm verkörpert. Durch die Verwitterung des Sandsteins und die Einfachheit der Bildhauerarbeit ist nicht genau zu sagen, ob es sich bei dem dargestellten Kopfschmuck am Haus Mittelburgwall 34 um einen Lorbeerkranz handelt. Allerdings könnten wir mit den im Vergleich zum Lorbeer eher abgerundeten, kleineren, starren Elementen, die eng gebunden sind, auch einen stilisierten Ährenkranz vor uns haben, der dann ohne Zweifel auf eine Allegorie der Ceres hinweisen würde.

Wer ist nun Ceres und was verbindet sie mit Merkur? In der Nachfolge der griechischen Religion wurden in Rom seit 217 v. Chr. zwölf oberste Götter verehrt, die man zu sechs Götterpaaren angeordnet hatte. Livius berichtet zum Beispiel von einem Göttermahl, bei dem deren Abbilder paarweise auf Speisesofas gruppiert waren und öffentlich ‚bewirtet’ wurden, und zwar folgende Paare: Jupiter – Juno, Neptun – Minerva, Mars – Venus, Apollo – Diana, Vulcanus – Vesta, Merkur – Ceres.[25] Die Reihenfolge sagt nichts über die Rangfolge aus; allerdings standen Jupiter und Juno immer an der Spitze der Götterversammlung.

Ceres wurde die griechische Gottheit Demeter im antiken Rom genannt, sie ist die Göttin des Ackerbaus, der Fruchtbarkeit und auch der Ehe. Ihr römischer Name hat sich in unserem Wort Cerealien für Getreide erhalten. Kennzeichen der Ceres sind der Ähren- oder ein Laubkranz, die Ährengarbe, das Füllhorn, manchmal eine geringelte Nackensträhne und zusätzlich hin und wieder noch Fackel, Mohnkapsel, Schlange. Das letzte Zeichen weist darauf hin, dass es sich bei Ceres um eine Erdgöttin handelt. Darum fungiert sie in Allegorien der vier Elemente oft als Vertreterin der Erde, während der geflügelte Merkur die Luft verkörpert und Neptun und Pluto für Wasser und Feuer stehen. In Jahreszeiten-Allegorien stellt häufig Ceres mit ihren Erntegaben den Sommer dar.[26] Aufgrund ihrer Segen bringenden Eigenschaften war Ceres eine in den antiken Kulturen beliebte Göttin, der man im Altertum viele Tempel baute,

Opfer darbot und Feste weihte. Seit der Renaissance und die ganze Neuzeit hindurch wird Ceres wegen ihrer vielen positiven Qualitäten gern allein oder im Bund mit Merkur zur Gestaltung symbolischer Bildwerke genutzt.

Die Kombination der Gottheiten Merkur und Ceres und ihre häufige gemeinsame Darstellung zeigt, dass diese beiden wirtschaftliche Hauptinteressen der Menschen vertraten: Handel und Wandel zusammen mit blühender Landwirtschaft garantierten Wohlstand für den Einzelnen und darüber hinaus das Gedeihen des Gemeinwesens. In diesem Sinne verwendet Ovens auch ihr Erscheinen im Gewande der Putten auf der mehrfach erwähnten Federzeichnung als guten Wunsch für seinen Freund van Nijendael, und so ist auch ihre Darstellung auf seinen Herrscherbildnissen zu verstehen. Bezogen auf unseren Friedrichstädter Kontext finden wir die beiden Götter ebenfalls auf der weiter oben vorgestellten „Ichnographia Friedericopoleos“ um 1730. Rechts unter dem Plan der Stadt und über deren lang gezogener Silhouette ruht Ceres auf verschnürten Warenpacken, das Füllhorn im Arm und einen nicht näher zu bestimmenden Blüten- oder Blätterkranz im Haar, Auge in Auge mit Merkur, der mit dem Flügelhelm ausgerüstet ist und sich auf ein hohes Fass stützt, während er auf die Partnerin herab blickt. In seiner Rechten hält er, wie auch in römischen Darstellungen nicht selten zu sehen, einen prallen Geldbeutel, mit der Linken deutet er mit dem Heroldsstab auf ein weiteres Paket. Die beiden Frauengestalten unter der gegenüberliegenden Ecke des Stadtplanes geben sich durch Waage und Rutenbündel bzw. durch einen Ölbaumzweig als Allegorien von Justitia und Pax zu erkennen, so dass wir aus dieser kleinen Darstellung den durch Symbole verschlüsselten Wunsch ablesen können: Mögen Gerechtigkeit und Frieden in dieser Stadt walten, damit Landwirtschaft und Handel gedeihen können.

Im Historischen Museum in Amsterdam befindet sich eine ähnliche allegorische Darstellung des deutschen Kupferstechers Jonas Zeuner von 1780. Eine thronende Frau, die mit den Wappen von Holland, Harlem und Amsterdam gekennzeichnet ist und die „Gesellschaft“ der Aufklärung verkörpert, präsentiert Ceres, – mit Kranz und Fackel gekennzeichnet –, und Merkur, – durch Flügelhut und Caduceus erkennbar –, auf einer Schriftrolle das gesetzgebende Programm des neu gegründeten ökonomischen Zweiges zur Beförderung von Landwirtschaft, Handel und Industrie.[27] Für den neuzeitlichen Begriff der Industrie stehen Merkur und Ceres mehr als hundert Jahre später auch beim Fassadenschmuck des Kraftwerkes La Coulouvreniére bei Genf (1883-1892), während die beiden ausdrucksvoll von August Merger gestalteten Skulpturenköpfe in Rundmedaillons an der Arminius-Markthalle in Berlin-Moabit aus dem Jahr1890-91 wieder ihre Rolle als Schutzgottheiten für Handel und Landwirtschaft betonen.

Sinnvoll erscheint auch die Darstellung der beiden für das materielle Wohl zuständigen Götter auf Geldstücken, Banknoten und Medaillen. So führt der Verband der deutschen Münzhändler schon den Flügelhelm des Merkur in seinem Emblem. Einige Beispiele für die Verwendung der Symbolkraft der beiden Gottheiten im Geldverkehr mögen folgen: Merkur und Ceres reichen sich auf einem sogenannten Bankportugallöser zu 10 Dukaten die Hände, der 1802 in Frankreich auf den Frieden von Amiens geprägt wurde. Die Bank von Luxemburg gab 1856 den ersten Luxemburger Geldschein zu 10 Thalern heraus. Er zeigt Ceres mit dem Ährenkranz, zu deren Füßen Bacchus (Weinbau), Merkur (Handel) und Prometheus (Industrie) in Puttengestalt spielen. Eine rumänische Medaille von 1891, in Berlin graviert und geprägt, zeigt ebenfalls das Abbild der beiden Götter. Zuletzt sei noch der Hundertmarkschein des Deutschen Reiches von 1910 genannt, den Merkur und Ceres schmücken.

 

Fassen wir noch einmal zusammen: Bei der Betrachtung der beiden Reliefs von pausbackigen Kinderköpfen am Haus Mittelburgwall 34 in Friedrichstadt fällt besonders der ungewöhnliche Kopfschmuck mit Helm auf lockigem Haar beim Knabenkopf und mit eng umschließendem Kranz bei der Mädchendarstellung ins Auge. Es ist davon auszugehen, dass die aus der Spätrenaissance stammenden Bildwerke nicht als willkürliche Dekoration an diesem Gebäude angebracht wurden, sondern, wie auch in den Niederlanden bei Hausmarken üblich, in einer tieferen Beziehung zu dessen Bewohnern standen. In beinah jedem Fall macht eine im öffentlichen Raum aufgestellte oder, wie hier, angebrachte Skulptur eine Aussage z.B. politischer, religiöser oder symbolischer Art. In früheren Jahrhunderten war das Ablesen solcher Bildbedeutungen besonders aus der antiken oder christlichen Mythologie vielen Menschen geläufig.

Das mit den behelmten und bekränzten Kinderköpfen geschmückte Haus war von seiner Erbauung an bis ins späte 19. Jahrhundert ein Kaufmannshaus, das in seiner frühen Zeit mit großer Wahrscheinlichkeit von Kaufleuten bewohnt wurde. Diese handelten sicherlich auch mit Getreide, da sie über große Ländereien verfügten. [28]  Bei der grundlegenden Sanierung des Gebäudes 2006 entdeckte man Reste einer Winde auf dem oberen Boden und in jedem Stockwerk darunter Luken, durch die die Ware, beispielsweise Getreidesäcke, emporgezogen werden konnte.

Der Schutzgott der Kaufleute ist Merkur. Wir finden ihn mehrfach auf Darstellungen, die mit dem als Handelsstadt geplanten Friedrichstadt in Zusammenhang stehen. Merkur trägt Reisehelm oder Reisehut auf seinen Locken, die ihn zusammen mit dem fast immer bartlosen Gesicht als jugendlichen Gott ausweisen. Bei den meisten Darstellungen ist er als Bote der Lüfte gekennzeichnet durch kleine Flügel, die an den Fersen oder am Helm/Hut befestigt sind.

Diese finden sich an unserer kleinen Skulpturen nicht, so dass wir nur von der Vermutung ausgehen können, dass es sich um eine Allegorie des Merkur handeln könnte.

Bei den Götterpaaren ist, wie ausgeführt wurde, seine Begleiterin Ceres, deren wichtigste Aufgabe der Schutz der Landwirtschaft ist. Ceres trägt auf Bildnissen meistens einen Ährenkranz,  teilweise auch, wie auf der Zeichnung von J. Ovens, einen Lorbeerkranz. Auf unserem Sandsteinrelief könnte es sich um einen Ähren - oder einen kleinteilig ausgeführten Lorbeerkranz handeln.

Die letzte Sicherheit für eine Deutung der beiden Reliefsmedaillons als allegorische Darstellungen des Götterpaares Merkur-Ceres fehlt, doch scheint sie im Zusammenhang mit der Nutzung des Hauses, den erwähnten Attributen der Kinderköpfe und dem Wissen um die frühere Beliebtheit und Bekanntheit dieser Gottheiten sinnvoller zu sein als die bisherigen Interpretationsversuche. Es ist zu hoffen, dass sich einmal ein Vorbild an einem Gebäude in den Niederlanden oder in einem Musterbuch für Steinmetze finden wird.

 



[1] Gertrudis Offenberg, Gevelstenen in Nederland. Zwolle 1986.

2 Gerd Stolz, Hausmarken in Friedrichstadt. MGFS 31, 1987.

  Heinz Zilch und Christiane Thomsen, Die Friedrichstädter Hausmarken. MGFS 78, 2009.

[3] Ernst-Joachim Kähler, Die Baugeschichte des Hauses Mittelburgwall 34. MGFS 75, 2008, S.74 ff.

[4] Johannes Mensinga, Eiderstedter und Stapelholmer Wochenblatt Nr. 96 u. 97, 1876, StAF.

[5] Michael v. d. L.-Rupértus, Das Schleswig-Holstein-Buch, Bad Oldesloe 1923, S. 140.

[6] Harry Schmidt, Bilder aus der Geschichte der Stadt Friedrichstadt, Friedrichstadt 1921, S. 73 f. 

[7] Werner Rehder, Altholländische Bauweise in Friedrichstadt an der Eider. Nordelbingen Bd. 1, 1923, S. 215.

[8] Kunstdenkmäler des Landes Schleswig-Holstein, Landkreis Schleswig. Bearb. von D. Elger und W. Teuchert, 1957, S. 272.

[9] Friedrichstädter Zeitung, Nachrichten f. d. Mitglieder d. GFS, Nr. 31/ 2001, Sp. 7.

[10] Kähler a. a. O., S.74 ff.

[11] Kähler a. a. O., S. 96.

  Im Landesarchiv in Schleswig findet sich bei den Unterlagen für Friedrichstadt eine Rechnung an den Hof in Gottorf vom 21.12.1622 über

  „ gehowene Steine (…) so von Ambsterdamb gekommen“, darunter „10 Vierkante Steine, worin allerhand Thiere gehowen, in den Vor-

   gieblen der 10 Heuser gesezt worden.“ Landesarchiv Schleswig-Holstein Abt.7, Nr. 5500. 

[12] Beliebt in den Niederlanden und darüber hinaus waren die Musterbücher von Hans Vredemann de Vries und Hendrick de Keyser. Bei

     beiden Autoren konnten keine Vorbilder für die Reliefs gefunden werden.

[13] Wilhelm Messerer, Kinder ohne Alter, Regensburg 1962, S.12.                                                                                                                         

[14] Schleswig-holsteinische Landesbibliothek Kiel, Invent..Nr. Friedrichstadt 11. Vgl. die Gesamtansicht der Karte bei Harry Schmidt,

     Friedrichstadt. Lübeck und Hamburg, 4. Aufl. 1964. S. 45.

[15] Messerer, a. a. O., S. 27.

[16] Wilfried Hansmann, Putten, Worms 2000, S. 47/48.

[17] Abbildung des ganzen Blattes und Beschreibung seiner Entstehung bei Karl Michelson, Das „Album Amicorum“ des Remonstranten-        

     pastors Gosenius van Nijendael, in: MGFS 79, S.109.

[18] Beide Werke im Kupferstichkabinett der Kunsthalle Hamburg.

[19] Heinz Spielmann in: Schloss Gottorf und seine Sammlungen. Renaissance und Barock. Schleswig 1997, S. 323.

[20] Stolz, a. a. O. , S.12.

[21] Die Welt der Griechen und Römer. Münster 1971.

[22] Ferdinand Pont, Friedrichstadt a. d. Eider. Friedrichstadt 1913.

[23] Zwei Beispiele, bei denen Merkur mit dieser Art von Helm geschmückt ist, seien hier aufgeführt:

     Stich des Hendrik Goltzius: Merkur, Haarlem, Frans-Hals-Museum; Hans Sebald Behaim: Allegorie des Merkur, in: Die sieben Planeten,  

     1539.

[24] Abb. in: Schloss Gottorf und seine Sammlungen, a. a. O. , S.

[25] s. Livius XXII, 10,9.

[26] s. z. B. die Jahreszeiten-Darstellung mit Flora / Ceres / Bacchus / Vulkan an der Orangerie des Schlossgartens von Erlangen. Dort

     befinden sich auch die Skulpturen der vier Elemente in Gestalt von Pluto / Merkur / Neptun / Ceres, alle Werke von Elias Räntz 1685

     geschaffen.

[27] Frdl. Hinweis und Zusendung der Abbildung durch Frans Oehlen, Historisches Museum der Stadt Amsterdam, vom 27. 4. 2010.

[28] Kähler, a. a. O., S.